
Die 7 häufigsten Fehler bei der Vorbereitung auf das Auswahlverfahren
09. Juli 2025 · Erschienen in der Frankfurter Neuen Presse
Bewerber für Spezialeinheiten bei Bundeswehr, Polizei oder Feuerwehr scheitern in der Regel nicht an fehlendem Ehrgeiz — sondern an einer unzureichenden oder einseitigen Vorbereitung. Welche Fehler unterlaufen ihnen dabei konkret? Und wie lassen sie sich vermeiden? Samuel Come von NXTGEN Athlete GmbH kennt die Antworten.
„Die meisten Bewerber scheitern nicht an mangelnder Eignung, sondern an typischen Fehlern in der Vorbereitung", sagt Samuel Come. „Ob körperlicher Leistungstest, schriftliches Assessment oder psychologisches Interview: Wer sich unstrukturiert oder oberflächlich vorbereitet, verschenkt wertvolle Chancen."
Fehler 1: Unzureichende Trainingsstruktur
Viele Bewerber starten ohne durchdachten Trainingsplan — sie trainieren nach Gefühl, ohne Plan, ohne Ziel. Das führt dazu, dass wichtige Fähigkeiten vernachlässigt werden. Was es stattdessen braucht: ein präzise auf das Auswahlverfahren abgestimmtes Programm, das Kraft, Ausdauer, mentale Belastbarkeit und kognitive Fähigkeiten abdeckt — angepasst an den Dienstplan der Einsatzkraft.
Fehler 2: Mangelnde Information
Wer nicht weiß, welche Inhalte, Abläufe und Bewertungskriterien ihn erwarten, kann sich kaum sinnvoll vorbereiten. Wer sich dagegen frühzeitig und umfassend informiert, kann diese Faktoren gezielt einbauen — und vermeidet böse Überraschungen.
Fehler 3: Falsche Prioritäten
Zu viele Bewerber fokussieren sich auf Ästhetik oder Muskelaufbau. Für das Auswahlverfahren ist das nur bedingt hilfreich. Entscheidend ist funktionales Training, das Schnelligkeit, mentale Belastbarkeit und Beweglichkeit verbindet — ausgerichtet an den spezifischen Werten, die im Auswahlverfahren tatsächlich abgefragt werden.
Fehler 4: Verspäteter Trainingsbeginn
Wenige Wochen vor dem Auswahlverfahren anzufangen reicht nicht. Eine ernsthafte Vorbereitung braucht Monate, in denen Belastung, Erholung und Leistungssteigerung sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.
Fehler 5: Psychologische Aspekte werden unterschätzt
Viele scheitern nicht an der körperlichen Fitness, sondern an mentalen Hürden. Nervosität, Selbstzweifel, Versagensangst — das alles kann trotz guter Kondition den Unterschied machen. Konzentration, psychische Stabilität und ein souveräner Umgang mit Druck sind genauso entscheidend wie körperliche Leistungsfähigkeit. Eine gezielte mentale Vorbereitung ist deshalb unerlässlich.
Fehler 6: Mangelnde Regeneration
Jeden Tag intensiv trainieren, ohne ausreichende Erholungsphasen — das führt zu Überlastungen und Verletzungen. Im schlimmsten Fall verhindert das sogar die Teilnahme am Auswahlverfahren. Eine ausgewogene Balance aus Belastung und Erholung ist die Grundlage nachhaltiger Leistungsfähigkeit.
Fehler 7: Fehlende Unterstützung
Noch immer versuchen viele Bewerber, sich alleine vorzubereiten. Ohne objektives Feedback und professionelle Anleitung fällt es schwer, eigene Schwächen zu erkennen und Fehler im Training zu korrigieren. Ein erfahrener Coach aus dem spezifischen Bereich der Wunscheinheit strukturiert den Prozess und schärft den Fokus.
Fazit: Fehler vermeiden erfordert System
Die häufigsten Fehler entstehen durch mangelnde Planung, Selbstüberschätzung und fehlendes Wissen. Wer das Auswahlverfahren erfolgreich meistern will, muss wie ein Profi denken. Struktur, mentale Stärke, Wissen und professionelle Unterstützung sind keine Extras — sie sind Voraussetzungen.
Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Frankfurter Neuen Presse.



